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samedi 15 février 2014

Wird EU Kommission neuen Genmais zulassen?

Trotz Ablehnung durch das EU Parlament und trotzdem sich Anfang Februar auch im EU Rat 19 der 28 Mitgliedsländer gegen die Zulassung der genetisch veränderten Maissorte TC1507 ausgesprochen haben, wird die EU Kommission wahrscheinlich in Kürze dem Anbau zustimmen. Wie kann es sein, dass die EU Kommission wieder gegen den Willen der Mehrheit seiner Bürger eine Entscheidung durchsetzt, welche einzig und allein den Interessen einigen großen Konzerne dient?


Foto (c) liberation.fr

Die genetisch veränderte Maissorte TC1507 von Pioneer /Dow Agroscience

hat folgende Eigenschaften: Insektenresistenz gegen den Maiszünsler durch ein Bt‑Toxin und eine Resistenz gegen Herbizide mit dem Wirkstoff Glufosinat, also z.B. Roundup. Ähnlich wie der Genmais MON810 von Monsanto wurde auch TC1507 schon in den 1990er Jahren entwickelt. Diese GV-Pflanze der ersten Generation produziert also selber ein Insektizid und ist dabei gleichzeitig resistent gegen ein Herbizid. Sie ist ein Spiegelbild für die industrielle Landwirtschaft: Viel Chemie auf Acker und Teller!

Mais ist eine Pflanze die hauptsächlich in gemäßigt warmen Regionen gedeiht. Wie kann es sein, dass Länder wie Schweden oder Finnland, wo der Maisanbau überhaupt keine Rolle spielt, sich für den Anbau von Gemais aussprechen? Welche Interessen stecken hinter dieser Entscheidung? Was wurde diesen Ländern im Gegenzug versprochen? Von wem?

Das Zustandekommen der Entscheidung ist ein Spiegelbild für die weiterhin undemokratische Funktionsweise der EU

Kurz vor der Europawahl Ende Mai geben die Instanzen der EU wieder einmal kein gutes Bild ab. Die Politikverdrossenheit der Bürger ist verständlich.

Wie bei der neuen EU Honigrichtlinie, welche Verunreinigungen von Honig mit Pollen von GV-Pflanzen verschleiern soll, muss auch diese Entscheidung im Rahmen der Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zwischen den Ländern der EU, USA, Kanada u.A. gesehen werden. Die EU Kommission, welche der landwirtschaftlichen Gentechnik positiv gesinnt ist, will alles vermeiden, was dieses Abkommen gefährden könnte. Die Ablehnung der EU Bürger gegenüber der landwirtschaftlichen Gentechnik stört hier nur.

Es regt sich Widerstand auf EU Ebene

Einen Tag nach dem im EU Rat keine Mehrheit gegen die Zulassung zustande gekommen ist, haben 12 Länder (Frankreich, Luxemburg, Polen, Österreich, Bulgarien, Zypern, Ungarn, Italien, Lettland, Litauen, Slovenien und Malta) einen Brief an Tonio Borg, Mitglied der EU Kommission, zuständig für Gesundheit, geschrieben. Sie fordern die EU Kommission dazu auf, die Zulassung für den TC1507 Mais zu verzichten.

Quer durch alle Fraktionen regt sicht auch Widerstand im EU Parlament: Die Fraktion der Grünen erwägt gar einen Misstrauensantrag gegen EU-Kommission falls die Genmais-Zulassung kommt.

Wird die EU Kommission die Europawahlen abwarten?

Schon werden Stimmen von Politikern laut, welche die EU Kommission auffordern, die Entscheidung nach den Europawahlen hinauszuzögern. Den EU Bürgern also eine heile Welt vorgaukeln und nach den Wahlen alles durch winken? Für wie dumm hält man uns eigentlich?

mardi 11 février 2014

EU will Gentechnik im Honig verbergen

Nach EU Recht muss Honig, welcher gentechnisch veränderte Pollen enthält, als solcher gekennzeichnet werden. EU Kommission und Parlament wollen diese Kennzeichnungspflicht nun aufheben und GVO Rückstände im Honig verbergen. Diese Entscheidung nimmt Verbrauchern die Wahlfreiheit beim Einkauf von Honig und den Imkern die Möglichkeit sich gegen AgroGentechnik zu wehren. Ist die neue Honigrichtlinie Teil des Freihandelsabkommen zwischen EU und USA?


Konsumenten und Imker wollen keine GVO im Honig

Die meisten europäischen Konsumenten stehen der Gentechnik in der Landwirtschaft sehr skeptisch gegenüber. Die EU Verordnung 1829/2003 regelt deshalb die Etikettierung von Lebensmitteln, welche gentechnisch veränderte Produkte enthalten. Laut dieser Verordnung müssen Lebensmittel, welche mehr als 0,9% gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthalten, dementsprechend gekennzeichnet werden.
DNA befindet sich allerdings keine im Honig, sondern nur in den Pollenkörnern, welche natürlicherweise im Honig enthalten sind. Weil der Gesamtanteil des Pollens im Honig praktisch immer weniger als 0,9% der Gesamtmasse ausmacht, bräuchte Honig eigentlich nie gekennzeichnet zu werden, auch wenn Pollen von GVO Pflanzen im Honig vorhanden wären. Ganz geklärt war die Kennzeichnungspflicht für Honig mit GVO Pollen eigentlich nicht. Denn laut EU Verordnung brauchen Eier, Milch und Fleisch von Tieren, die mit GVOs gefüttert wurden, nicht als solche gekennzeichnet zu werden.
Gerade Honig hat beim Verbraucher einen hohen Stellwert und gilt seit jeher als Inbegriff eines natürlichen und gesunden Lebensmittels. Wegen der Unklarheit bei der Kennzeichnungspflicht will bisher die europäische Lebensmittelindustrie keinen mit GVO verunreinigten Honig verarbeiten und vermarkten. Aus diesem Grund ist der europäische Markt den kanadischen Imkern ganz verloren gegangen: GVO Anbau ist in Kanada seit längerem erlaubt. Als Konsequenz davon enthalten mittlerweile über 50% aller kanadischen Honige Pollen von GVO-Pflanzen, hauptsächlich Raps.
Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) vom 6. September 2011, steht der Honig im Rampenlicht. Geklagt hatte ein bayrischer Hobbyimker gegen die Bayerische Versuchsanstalt für Landwirtschaft, welche zu Forschungszwecken gentechnisch veränderten Mais MON810 der Marke Monsanto anbaute. Der EUGH hat Pollen als Zutat und nicht als natürlichen Bestandteil von Honig eingestuft. In Folge dessen müssen Produkte wie Honig als „Lebensmittel, die Zutaten enthalten, die aus GVO hergestellt werden“ gekennzeichnet werden, sobald geringste Spuren von GVO darin festgestellt würden. Der EuGH folgt damit der Auffassung der klagenden Imker.
Durch die Verunreinigung von Honig und anderen Bienenprodukten durch GVO würden die Imker ihres Marktes beraubt. Sie wären außerdem gezwungen ihre Honige auf GVO-Verunreinigungen hin untersuchen zu lassen. Auf Grund der Struktur der Imkerei (viele Bienenstandorte und mehrfache Schleuderung des Honigs) wären die Analysekosten für die Imker unbezahlbar.
Die Imker würden zu den Leidtragenden der Folgen der Einführung von GVO Kulturen. Die daraus entstehenden Kosten werden denjenigen aufgebürdet, die weder Hersteller noch Nutzer der Agro-Gentechnik sind.

Imkerverbände nicht einer Meinung

Der Lëtzebuerger Landesverband fir Beienzuucht und andere europäische Imkerverbände wollen die Kennzeichnungspflicht von GVO im Honig beibehalten. Die Gesetzgebung über Gentechnik in Futter- und Lebensmitteln basiert auf dem Prinzip der Wahlfreiheit des Konsumenten. Die neue Honigrichtlinie wird dem Konsumenten diese Wahlfreiheit nehmen.
Andere Verbände, wie z.B. der französische Verband der Berufsimker SPMF, wollen keine GVO Etikettierung. Grössere Berufsimkerbetriebe arbeiten oft auch als sogenannte Abfüllbetriebe, d.h. sie kaufen in- und ausländischen Honig auf und vermarkten diesen. Durch die Kennzeichnungspflicht von GVO Pollen im Honig müssen diese Betriebe alle (importierten) Honig auf GVO Rückstände hin untersuchen. Dies verursacht natürlich grössere Kosten für die Analysen. Deshalb wollen diese Betriebe verständlicherweise keine Kennzeichnungspflicht.

Pollen eine „Zutat“ von Honig?

In der Urteilsfindung definiert der EUGH Pollen als „Zutat“ im Honig: „Pollen sind feste Partikel, die bei der Honiggewinnung aufgenommen werden, was zum Teil auf die Bienen und hauptsächlich auf das vom Imker vorgenommene Zentrifugieren zurückzuführen ist. (…) In diesem Zusammenhang ist Pollen (…) als Stoff anzusehen, der bei der Herstellung oder Zubereitung eines Lebensmittels verwendet wird (…). Er ist daher auch als „Zutat“ (…) einzustufen.“
Die allgemeine Einstufung von Pollen als Zutat ist aber fachlich falsch: Ein Bienenvolk hat einen Aktionsradius von 3-5 km, was einer Fläche von 30-80 km2 entspricht. Die Bienen sammeln in diesem Gebiet Nektar, Pollen und Harze und sorgen beim Flug von Blüte zu Blüte für die Bestäubung einer Vielzahl von Wild- und Nutzpflanzen. Der allermeiste Pollen gelangt durch die Bestäubungstätigkeit der Bienen in den Honig. In geringem Masse können auch Pollen von Windbestäubern (z.B. Pappeln) sich im Honig wiederfinden, in Folge der Luftzirkulation im Innern des Bienenstocks. Beim Schleudern von Honig durch den Imker können weitere Pollenkörner, welche sich eventuell auf den Waben befinden, in den Honig gelangen. Allein deshalb den Pollen allgemein als „Zutat“ einzustufen ist an den Haaren herbeigezogen.
Pollen ist deshalb mit Sicherheit ein natürlicher Bestandteil von Honig. Honig ist ein landwirtschaftliches Primärprodukt, ähnlich wie Früchte, Gemüse oder Weizen. Wie andere mikroskopischen Substanzen (Propolis, Wachs, Arome, organische Säuren usw) ist Pollen ein Bestandteil des natürlichen Herstellungsprozesses vom Honig durch die Bienen.
Wie verhält es sich aber mit GVO Pollen?

Das Urteil des EUGH schützt Verbraucher und Imker

Im Urteil wird der EUGH aber präziser und erkennt für Recht „dass dann, wenn ein Stoff wie Pollen, der genetisch veränderte DNA und genetisch veränderte Proteine enthält, (…) Produkte wie Honig und Nahrungsergänzungsmittel, die einen solchen Stoff enthalten, „Lebensmittel, die (…) Zutaten enthalten, die aus GVO hergestellt werden“, (…) darstellen.“
Das Urteil des EUGH ändert im Wesentlichen die Kennzeichnungspflicht von Honig. Pollen gilt jetzt als Zutat von Honig. Die EU Verordnung über genetisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel verlangt, dass wenn eine Zutat eines Lebensmittels mehr als 0,9% Anteile von GVO enthält, das Lebensmittel als genetisch verändertes Lebensmittel gekennzeichnet werden muss.
Im Sinne der Imker bewahrt das Urteil des EUGH den Honig indirekt vor möglichen Verunreinigungen mit GVO Pollen. Jeglicher Anbau von GVO Kulturen würde für Landwirte, Saatguthändler und letztendlich für Saatgutfirmen wie MONSANTO ein großes finanzielles Risiko darstellen. Sie würden sich nämlich Klagen von Imkern aussetzen, deren mit GVO verunreinigter und derart gekennzeichneter Honig nicht verkehrsfähig wäre.
Für die Imker bedeutet das Urteil des EUGH also die Anerkennung ihrer grundlegenden Forderungen: Null-Toleranz bei den Koexistenzregeln in Bezug zu einer GVO Landwirtschaft und die Wahlfreiheit für die Kunden.
Als logische Konsequenz dieses Urteil hätten die EU Mitgliedsstaaten strenge Regeln erlassen müssen um die Imkerei und die Bienenprodukte vor gentechnisch veränderten Kulturen wirksam zu schützen. Diese Koexistenzregeln müssten also zwischen den landwirtschaftlichen GVO Kulturen und Bienenvölkern Distanzen von mindestens 10km festschreiben. Dies bedeutet ein praktisches Anbauverbot von GVO Kulturen.
Aber: Die Imker und ihre Bienen stehen direkt der Ausbreitung der gentechnisch veränderten Landwirtschaft im Weg! Und diese Tatsache ist ein Dorn im Auge der Gentechnik-Lobby!

EU Kommission und Parlament beugen sich der Lobby der Gentechnik-Befürworter und wollen GVO im Honig verbergen

Die EU Kommission hat jetzt einen Entwurf zur Änderung der bestehenden Honig-Richtlinie vorgelegt. (Die aktuelle Richtlinie wurde in Luxemburger Recht umgesetzt durch das Règlement grand-ducal du 7 juillet 2003 relatif au miel). Mit dieser Änderung soll Pollen als natürlicher Bestandteil von Honig definiert werden. Das Urteil des EUGH würde so keinen Bestand mehr haben und Honig mit GVO Pollen bräuchte in keinem Fall mehr gekennzeichnet zu werden.
Der wahre Grund für diesen Gesetzesvorschlag liegt allerdings auf der Hand: Wohlwissend, dass eine Koexistenz mit landwirtschaftlichen GVO Kulturen wegen der Imker und ihrer Bienen unmöglich ist, wird alles getan um den Honig aus der Diskussion über die landwirtschaftliche Gentechnik herauszuhalten. Die neue Honigrichtlinie könnte so zur Folge haben, dass Verbraucher in Zukunft nicht mehr erfahren, ob Honig Pollen oder Nektar von gentechnisch veränderten Pflanzen enthält. Kanadischer GVO-Rapshonig bräuchte nicht als solcher gekennzeichnet zu werden.
Der Änderungsvorschlag wurde am 15. Januar 2014 auch vom EU Parlament in erster Lesung gutgeheißen und soll noch vor Ende der aktuellen europäischen Legislaturperiode (April 2014) vom Europäischen Rat gestimmt werden.

Honigrichtlinie Teil des Freihandelsabkommen zwischen EU und USA?

Futter- und Lebensmittel ohne Gentechnik sind als solche in der EU klar erkennbar, weil GVO als solche gekennzeichnet werden müssen. In der EU gilt das Vorsorgeprinzip: Firmen müssen nachweisen, dass ihre Produkte unschädlich für Umwelt und Verbraucher sind. In den USA gilt: Alles ist erlaubt, bis das Gegenteil bewiesen ist. Dies gilt sowohl für Gentechnik als auch beispielsweise für die Fracking Technik bei der Erdölgewinnung.
Europa und die USA wollen die größte Freihandelszone der Welt schaffen. Das Abkommen soll neue Arbeitsplätze und mehr Wachstum bringen. Zur Debatte stehen grundlegende Vorschriften für die Produktsicherheit sowie Umwelt- und Verbraucherschutz.
Genau hier muss man die Initiative der EU Kommission für eine Änderung der Honigrichtlinie sehen: Solange Honig mit GVO als solcher gekennzeichnet werden muss, stellt dies ein Hindernis des zukünftigen Abkommens dar. Kritiker befürchten zu Recht, dass sich das angestrebte Abkommen als Türöffner für Gentechnik auf den Äckern der EU erweisen könnte.

dimanche 15 décembre 2013

Biodiversität aus Gambia? De Regierungsprogramm vun der blo-rout-gringer Majoritéit ënnert der Lupp

Zanter Ufank Dezember ass de Regierungsprogramm vun der neier Koalitioun bekannt. Wat kënne mär Beienziichter eis erwoarden?

Verschidden Aussoen aus deem 200 Säiten décke Regierungsprogramm loossen zumindest d’Hoffnung zou, dass an deene nächste 5 Joer an de Beräicher Ëmweltschutz a Landwirtschaft an eng Richtung geschafft soll ginn, déi aus dem Bléckwénkel vum Beienziichter positiv ass.

E puer allgemeng Aussoen zu der Landwirtschaft an dem Ëmweltschutz:
  • (...) révision du Plan national pour la protection de la nature (PNPN) avec l’ensemble des acteurs, tout en tenant compte de l’état actuel de la biodiversité et des écosystèmes
  • (...) verdissement (…) par le maintien des prairies permanentes, la diversification des cultures arables et le maintien d’une surface d’intérêt écologique sur les terres arables (…)
  • Le Gouvernement mettra en place une plateforme permanente « biodiversité et agriculture » afin de promouvoir l’échange entre tous les acteurs concernés.
  • Par une réforme des aides au développement rural (...), le Gouvernement cherchera à les orienter de façon à atteindre de façon ciblée, cohérente et coordonnée les objectifs dans les domaines de la protection des eaux et de la biodiversité. Le Ministère assurera que le plan de développement rural (PDR) sera discuté et établi en étroite collaboration avec tous les acteurs concernés (...)
  • Une préoccupation majeure du Gouvernement consistera à la conciliation de la politique agraire avec les défis de la protection de la nature et des ressources naturelles, notamment l’eau potable et les terres agricoles.

D’Biolandwirtschaft soll méi ënnerstëtzt ginn, wat eis jo direkt entgéint kënnt, well an der Biolandwirtschaft ouni Pestiziden geschafft gëtt:
  • Le plan d’action « agriculture biologique » sera poussé aussi bien qualitativement que du point de vue des ressources humaines. Le Ministère encouragera notamment avec de plus amples moyens financiers le développement de l’agriculture biologique et la conversion (...) vers l’agriculture biologique.

D’Opstelle vum nationalen Aktiounsplang Pestiziden, bei dem Lëtzebuerg ee grousse Retard huet, soll dann endlech ugepaakt ginn:
  • Le projet de programme d’action « pesticides » sera discuté dans des réunions communes avec les acteurs concernés, y compris les associations actives dans le domaine de l’environnement naturel. Une analyse de la situation actuelle constituera le point de départ pour la définition d’un catalogue de mesures prioritaires à court et moyen terme, la finalité étant de réduire au maximum l’utilisation de pesticides dans la pratique agricole, viticole et horticole.

Ganz konkret hoffen ech bei folgender Ausso, dass de Landwirtschaftsministère endlech Zuelen iwwert de Pestizid-Verbauch wäert public maachen.
  • Le Gouvernement mettra en œuvre une réforme du droit à l’information tout particulièrement en ce qui concerne les informations relatives aux questions environnementales

Di kritesch Positioun vun där leschter Regierung géint Gentechnik an der Landwirtschaft soll weider gefouert ginn:
  • Le Gouvernement continuera à appliquer le principe de précaution en matière d’organismes génétiquement modifiés (OGM), à promouvoir une agriculture durable « sans OGM » et à défendre sa position critique face aux OGM aussi bien au Luxembourg qu’aux niveaux européen et international. Il interdira dans la mesure du possible l’utilisation d’OGM au niveau national et lancera des actions d’information et de sensibilisation en la matière. Le Ministère veillera également à réduire autant que possible les importations de plantes génétiquement modifiées servant d’aliments pour animaux.

Als Hunneg Produzenten si mer direkt vu folgenden Aussoen concernéiert. Eng Marque Nationale dierft also gestäerkt ginn:
  • Le Gouvernement promouvra l’utilisation des produits du terroir de qualité et des produits biologiques dans les lieux de restauration collectifs qui fonctionnent sous tutelle étatique.
  • (…) promouvoir auprès du consommateur une alimentation sûre, saine et de qualité, garantie par des contrôles efficaces et certifiée par des labels de qualité reconnus.
  • Le Gouvernement analysera la multitude de labels alimentaires existants et fera un bilan critique en vue de mieux cibler son soutien financier et administratif.
  • (…) le Gouvernement entend créer une task force « Sécurité alimentaire » regroupant Ministères, administrations et acteurs économiques afin d’améliorer les compétences mutuelles à l’égard  des pesticides, contaminants industriels, contaminants agricoles, OGM, (…)
  • Le Ministre organisera régulièrement des tables rondes appelées « Zukunftsforum » afin de discuter avec tous les concernés des aspects de la politique agraire et de la protection des consommateurs.

Bei der folgender Ausso geet et och em d’Regelen vum Opstellen vun de Beievölker an der Uertschaften, wou mer schonn Ufank 2013 bei der ITM intervenéiert hunn, fir dës Regelen manner restriktiv ze maachen (cf. Editorial Beienzeitung 03/2013):
  • Le Gouvernement élaborera à brève échéance tous les règlements grand-ducaux à l'égard des établissements de la classe 4.

Een interessanten Aspekt aus villen Aussoen ass deen, dass di nei Regierung méi op Dialog wëll setzen. Mär sollen also net zécken a bei deene verschiddene Ministeren ganz kloer  eisen Usproch umellen, fir mat um Dësch ze sëtzen, wann iwwert Themen diskutéiert gëtt, déi d’Beien oder d’Imkerei direkt oder indirekt betreffen.

Mee Pabeier ass bekanntlech gedëlleg. Schéin wier et awer wa mer a 5 Joer dës Koalitioun kéinten vu “Gambia”  op “Biodiversitéits-Koalitioun” kéinten ëmdeefen. Wuel dann awer éischter mat Hunneg wéi mat Wäiwaasser...

samedi 4 décembre 2004

Agro-Gentechnik: Oppene Bréif un d'Politiker

Iwwert di onméiglech Koexistenz tëschent konventioneller an ökologescher Landwirtschaft op där enger, an dem Landwirtschaft mat genmodifizéierte Planzen op där anerer Säit

 Mat deem Projet de Loi wëllt der d’Koexistenz tëschent konventionellen, biologeschen a gentechnesch verännerte Kulturen an der Landwirtschaft regelen. Iwwert e Règlement Grand-Ducal wëllt der spéiderhin minimal Distanze festleeën, déi tëschent deene verschiddene Kulturen sollen agehale gin.

Ech erlabe mer ierch hei op eng Rezent Etude (http://www.defra.gov.uk) vun englesche Wëssenschaftler hinzeweisen: Si hunn erausfonnt, dass genmodifizéierte Raps ee Feld mat aner Rapszorten an enger Entfernung vu 26 km contaminéiert huet! Eng Koexistenz, esou wéi se am Projet definéiert gëtt, ass also net méiglech, a scho guer net ze iwwerwaachen. Esou wäit ech weess hu mer bei eis am Ländchen kee Punkt, dee méi wäit ewéi 26 km vun enger Grenz ewech läit. Op kuerz oder laang wäert et also net emol méi méiglech sinn Lëtzebuerg fräi vu OMG-Kulturen ze halen.

Well ech niewelaanscht och Beienziichter sinn, a well meng Beien jo Nektar a Pollen vu Planze sammelen, froen ech mech och wat duerch d'Agro-Gentechnik alles esou op mech duerkomme wäert.Dee Projet de Loi schléit jo och vir, dat jiddereen, dee gentechnesch verännert Planzen wëll séien, sech géint de Risiko vun eventuelle Schied u Planzen vu Noopeschfelder muss versécheren.
Muss ech als Beienziichter mech och an Zukunft versécheren, fir dee Fall wou meng Beien de Pollen vun engem genmodifizéierte Rapsfeld op engem Bauer säin biologescht oder konventionellt Rapsfeld iwwerdroen?
Oder musse mär Beienziichter an Zukunft d’Baueren usichen, well si eisen Hunneg mat gentechnesch verännertem Pollen contaminéieren?

Hu mär se da nach all?

Wann ee scho mengt ze wëssen dat hei ee beträchtleche Risiko besteet, muss ee Politiker dann net „en bon père de famille“ handelen, dee Risiko vu vireran ausschléissen, de „séchere Wee“ goen a konsequent géint d’Uplanzen vun OGM antrieden?

Solle mer, hypokritesch wéi mer sinn, villäicht virun all OGM-Felder grouss Schëlter opstellen: „Risque de nuire gravement à la santé“?Well een d’Auswierkungen vun der Agro-Gentechnik op di konventionell an ökologesch Landwirtschaft, esou wéi op d’Gesondheet vu Mënsch an Déier nach net kann ofgesinn, sinn di allermeeschte Leit an Europa dogéint.

Dofir, léif Politiker: Verstoppt iech dach w.e.g. net hannert Gesetzer, déi vun der Realitéit schon iwerhol sin, nach ier se gestëmmt sin!

Während der EU Présidence kënnt der Accenter setzen a kloer weise wou der stitt: Op der Säit vun der Lobby vun der Agro-Gentechnik oder op der Säit vun deene Leit déi Iech gewielt hunn an déi der a Chamber, Regierung, EU-Parlament an EU-Kommissioun vertrëtt!

A wann dat Thema ierch wierklech interesséiert, hei ee klenge Buchtip fir ënnert de Chrëschtbeemchen: "Ces OGM qui changent le monde" - Gilles-Éric SÉRALINI (2004) - FLAMMARION