samedi 11 janvier 2014

Neonikotinoide reduzieren Reproduktionserfolg bei Bestäubern

Rote Mauerbiene (Osmia bicornis)
Die Studie  "Sublethal neonicotinoid insecticide exposure reduces solitary bee reproductive success" von Christop Sandrock et al. vom Swiss Bee Research Centre, Agroscope Liebefeld-Posieux, zeigt den negativen Einfluss einer sublethalen Neonikotinoid Exposition auf den Reproduktionserfolg von Bestäubern. Untersucht wurde der Einfluss der Wirkstoffe Clothianidin und Thiametoxam auf die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis).
Die Resultate sind beängstigend: Weniger fertiggestellte Brutnester, weniger Brutzellen in den Nestern, sowie eine erhöhte Larvensterblichkeit.
Alles in allem führte dies zu einem um fast 50% reduzierten Reproduktionserfolg exponierter Solitärbienen!

Ähnliche Ergebnisse lieferte die Studie "Neonicotinoid Pesticide Reduces Bumble Bee Colony Growth and Queen Production" aus dem Jahr 2012, von Penelope R. Whitehorn über Hummeln. Neonikotinoide führten hier zu einer reduzierten Lebensdauer der einzelnen Hummeln, kleineren Hummelpopulationen und zu einer geringeren Lebensdauer der Hummelköniginnen.

Bestäuber-Populationen sind weltweit rückläufig. Dies betrifft Honigbienen, Hummeln und Solitärbienen.
Die Studien zeigen wie dringend notwendig ein neues Bewertungsmodell für die Risiken einer chronischen oder wiederholten Exposition gegenüber Pestiziden für alle Blüten bestäubenden Insekten her muss. Im bisher gültigen EU-Risikobewertungsmodell für Honigbienen wurden die Risiken einer chronischen oder wiederholten Exposition gegenüber Pestiziden bzw. das potenzielle Risiko für Larven kaum berücksichtigt.

Im Sommer 2013 veröffentlichte die EFSA neue Leitlinien für die Bewertung potenzieller Risiken für Honigbienen, Hummeln und Solitärbienen durch den Einsatz von Pestiziden, welche diesen Risiken besser Rechnung tragen sollen.

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